Wettringen - selbst - bewusst

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Warum Bewegung so wichtig ist

Weiterlesen > Bisherige Texte

Immer wieder stellen wir erfreut fest, dass die Motivation sich zu bewegen in der Wettringer Bevölkerung deutlich zugenommen hat. Außerhalb des, in der Regel, leistungsorientierten Vereinssports hat die Zahl der Walker, Nordic-Walker, Jogger, Radfahrer und derer, die sich in ihrer Freizeit anderer Bewegungsarten erfreuen, deutlich zugenommen. Um einen maximalen positiven Effekt für unser Wohlergehen zu erreichen, sollte der Spass und nicht die Leistung im Vordergrund stehen. Daher möchten wir im Folgenden auch von Bewegung und nicht von Sport sprechen, denn der sportliche Wettkampf hat erst seit der Antike Einzug gehalten und wurde damals von „Profis“ ausgeübt. Den Wettringern, die bisher die Freude an mehr Bewegung noch nicht erfahren konnten, möchten wir motivieren sich mit Neugier auf einfache Bewegungsarten, wie flottes Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen einzulassen und diese so regelmäßig wie möglich auszuüben. Wer es etwas sportlicher möchte, findet in unserem Dorf mit dem Sportverein „FC Vorwärts Wettringen“, der BSG-Wettringen, dem Lauftreff, der Rennrad-IG medi-Fit und weiteren Anbietern eine verantwortungsvolle Unterstützung.

Das Netzwerk möchte Sie in den folgenden Monaten über den Nutzen, aber auch die Risiken von mehr Bewegung und über die Folgen von Bewegungsmangel informieren.

Warum Bewegung zum Menschsein gehört

Der Mensch hat die Welt erobert, weil er sich aktiv fortbewegen kann. Es war jedoch nicht der Entdeckergeist, welcher unseren Drang zur Bewegung gefördert hat, sondern das nackte Überleben war von der Nahrungsbeschaffung und somit von der Bewegung abhängig. Über Millionen von Jahren haben sich die für die Bewegung erforderlichen Körpersysteme optimal entwickelt, und ihre Funktion ist in unsere Erbanlagen eingebrannt. Was in der Steinzeit noch überlebenswichtig war, ist insbesondere den letzten 50 Jahren durch den enormen technischen Fortschritt nahezu überflüssig geworden. Nahrungsbeschaffung gelingt ohne Mühen und Anstrengungen. „Ist doch wunderbar“, könnte man denken, dann haben wir mehr Zeit für andere Dinge. Es taucht da nur ein Problem auf, unsere genetischen Anlagen stecken immer noch in der Steinzeit und werden sich auch in den nächsten zehntausend Jahren nicht wesentlich ändern.
Damit wir uns bewegen können, benötigen wir Muskeln und Knochen, Energie aus einem gut funktionierenden Stoffwechsel, das Kreislaufsystem mit seiner Pumpe, dem Herz, das die Energie und den Sauerstoff verteilt, sowie ein Nervensystem, welches die Bewegungen steuert. Da in der Vorzeit die Nahrung nicht im Supermarkt um die Ecke zu bekommen war, mussten unsere Vorfahren für das Jagen und Sammeln bis zu 20 km pro Tag zurücklegen. Hier beginnt das Dilemma, denn für das Jagen und Sammeln wurde zunächst einmal Energie benötigt. Nur die Energie, welche nach dem täglichen Energieverbrauch übrig blieb, konnte in Form von Zucker oder Fett im Körper gespeichert werden und stand für die Zeiten mit Nahrungsknappheit zur Verfügung. Die Evolution sorgte über hunderttausende von Jahren dafür, das diejenigen Lebewesen überlebten, welche die besten Energiesparmaßnahmen entwickelten. Alle Organsysteme, mit Ausnahme des Gehirns, wurden auf Sparflamme gesetzt , wenn sie nicht benötigt wurden. Das Prinzip, welches diesem Mechanismus zugrunde liegt ist Aktion und Reaktion. Wenn wir uns also bewegen, werden alle dafür benötigten Körperfunktionen zunehmend optimiert. Das bedeutet der Muskel wird kräftiger und ausdauernder, die Knochen werden durch Druck und Zugbelastung dicker und dichter. Der Stoffwechsel, der Zucker und Fett als Treibstoff bereitstellt wird durch Bildung neuer Kraftwerke in den Zellen ( Mitochondrien) auf Trab gebracht. Neben der verbesserten Pumpleistung des Herzens werden neue Blutgefäße gebildet und die Nervenzellen im Gehirn bilden neue Verknüpfungen, welche für eine eine immer besser werdende Steuerung der Bewegungen sorgen.
Wo steckt denn jetzt das Problem? Das Problem in einer hochtechnisierten und automatisierten Welt ist unser Energiesparprogramm, denn wenn wir nicht aktiv sind, werden alle die zuvor beschrieben Anpassungen rückgängig gemacht.

Wenn Sie unser erster Bericht ein wenig neugierig gemacht hat, sollten Sie den folgenden in einigen Wochen nicht verpassen.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü