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Sucht!

Ernährung > Wissenswertes > Zucker

Die süße Belohnung

Es schmeckt, steht immer zur Verfügung und macht ein gutes Gefühl.
Die Natur hat uns die Vorliebe für den süßen Geschmack quasi auf die Zunge gelegt. Als schneller Energielieferant steigert Zucker kurzfristig unsere Leistung und löst durch die Freisetzung von Dopamin ein Wohlbefinden in uns aus.
Da die Belohnungszentren in unserem Gehirn, anders als bei Obst oder Milchprodukten, sehr intensiv auf Zucker reagieren, verlangen wir besonders in stressigen Situationen vermehrt nach Süßem.
Die Wissenschaft spricht bei einem hohen Zuckerkonsum von Sucht ähnlichem Verhalten. Forscher der Universität Heidelberg konnten nachweisen, dass gerade die Kombination von Fett und Zucker das Belohnungszentrum effektiv anregt. Durch die Ausschüttung von Dopamin, einem Botenstoff, werden bestimmte Hirnzentren, die für eine Erwartung oder ein Bedürfnis stehen, angeregt. Wir erliegen dem Bedürfnis und greifen zur Leckerei. Dieses löst in uns ein befriedigendes Gefühl aus. Wir neigen in späteren Situationen dazu, ein gutes Gefühl mit etwas Süßem zu verbinden und steigern so unseren Zuckerkonsum. Letztendlich verlangen wir nach dem guten Gefühl und benutzen den Zucker oder auch andere Substanzen, um dieses zu befriedigen. Sucht definiert sich als ein unabweisbares Verlangen nach einer bestimmten Empfindung oder einem Erlebniszustand. Diese Kriterien lassen sich unschwer auf den Zuckerverzehr beziehen.
Eine besondere Gefahr besteht, wenn wir in hungrigen Situationen zu Süßem greifen. Hierbei wird das Belohnungszentrum besonders intensiv stimuliert und der nächste Heißhunger auf den Schokoriegel ist vorprogrammiert. Gerade bei unregelmäßigen Mahlzeiten besteht schnell die Gefahr für den „kleinen Hunger“ und damit, zwischendurch zu naschen.
Tipp: Essen Sie nichts süßes, wenn Sie hungrig sind und setzen Sie Zucker bzw. Süßigkeiten nicht als Belohnung ein.



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