Was und wie

Welche Bewegung ist für mich die Richtige?

Diese Frage können wir in zwei Bereiche gliedern, den vermehrten Bewegungsumfang im Alltag und in sportliche Aktivitäten. Die Belastungsstärke spielt vor allen Dingen beim Sport eine Rolle.

Mehr Bewegung im Alltag

Unterm Strich zählt jede Bewegung und hilft uns den Körper in Schwung zu halten, zusätzliche Kalorien zu verbrennen und Schlafstörung zu beseitigen. Je vielfältiger und häufiger, je besser. Die folgende Aufstellung soll einige Ideen für einen bewegungsreicheren Alltag geben: 

  • den Weg zur Arbeit mit dem Rad
  • das Auto einige hundert Meter vom Arbeitsplatz entfernt parken und die restliche Wegstrecke zu Fuß zurücklegen
  • die Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zum Kindergarten oder zur Schule bringen
  • Wege im Dorf mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen
  • Treppe statt Aufzug
  • regelmäßige Spaziergänge oder Radfahrten (es gibt wunderschöne Wege rund um unsere Gemeinde)
  • Aktivitäten in der freien Natur zu allen Jahreszeiten stärkt unser Immunsystem
  • ist vielfältig und entspannt

Also weniger Ausreden und dafür mehr Bewegung.

Sportliche Aktivitäten

Eine deutliche Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit können wir  durch eine regelmäßige sportliche Aktivität erreichen. Wenn Sie sich für eine neue Sportart interessieren, sollten Sie sich schon im Vorfeld über die Anforderungen informieren. Sei es über die richtige Ausrüstung, die körperlichen Voraussetzungen dafür, den Spaß- oder den Fitnessfaktor. Wir brauchen den Sport, der zu uns passt und ein Ausgleich zu unserem Alltag leistet. Ehrgeizige Menschen sollten langsamere Sportarten wie Nordic Walking oder Schwimmen wählen, um sich zu entspannen. Andere Sportarten wie z. B. Inliner, Tennis oder Volleyball erfordern wiederum ein Mindestmass an Fitness und eignen sich deshalb nicht für Menschen, die viele Jahre inaktiv waren. 

Wie intensiv und wie lange sollen wir uns belasten?

Natürlich gibt es auf dem heutigen Fitnessmarkt unendlich viele Angebote individuelle Belastungsbereiche, in der Regel für viel Geld, bestimmen zu lassen. Ergebnis solcher Maßnahmen ist eine weitere Entfernung von uns selbst. Wir entwickeln kein Gespür für unser eigenes Belastungsempfinden und begeben uns in die Abhängigkeit einer Pulsuhr. Wie auch beim Navi im Auto verkümmern unsere Sinne; den Weg zurück finden wir schon nicht mehr ohne Hilfsmittel. Also horchen wir ein wenig auf die Signale unseres Körpers. Wir bewegen uns in einer gesunde Belastungsstufe, mit all ihren positiven Effekten für den Körper (Aktion und Reaktion), wenn wir bei der Belastung schwitzen, aber noch keine "Schnappatmung haben"; das heißt, sich noch mit jemandem unterhalten können. Weiterhin sollte die Belastung vor einer Erschöpfung beendet werden. So einfach ist das!

Diese grobe Regel gilt für jede Altersstufe. Ein Signal für eine zu hohe Belastung sind z.B. Schlafstörungen in der folgenden Nacht. Durch eine zu ausgeprägte Aktivierung des symphatischen Nervensystems, welches uns in eine Stresssituation versetzt, sind wir zwar müde aber unruhig. Auch ein starker Muskelkater ist ein weiteres Indiz beim nächsten Mal etwas entspannter ans Werk zu gehen. 

Belastung im Alter

Es gibt keine Gründe eine Altersbegrenzung für mehr Bewegung festzulegen. Selbst Menschen mit Herzkreislauf-, Tumorerkrankungen oder Gelenkverschleiß profitieren von sportlichen Belastungen. Voraussetzung ist eine der Erkrankung angepasste Bewegungsart und Belastungsstärke. Dieses sollte zuvor mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Im Wesentlichen gelten die zuvor beschriebene Faustregeln. Beeindruckend wurde dies durch eine Langzeitstudie mit Menschen gemacht, welche noch mit Fünfzig Jahren mit dem Joggen begannen. Es wurden 500 Jogger und 500 Nichtläufer seit 1984 beobachtet. Nach 19 Jahren waren 33% der Nichtläufer und 15% der Läufer gestorben. Laufen wir also dem Tod davon.   Siehe auch  " Bewegungsangebote"