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Bewegung und Stoffwechselprobleme

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Bewegung und Stoffwechselprobleme
Die Zahl der zuckererkrankten Deutschen ( Diabetes mellitus) hat in den letzten Jahrzehnten rapide zugenommen. Nahezu jeder zehnte Bundesbürger ist von dieser Erkrankung betroffen. Mit über 90% am häufigsten ist der Typ 2-Diabetes, welcher früher einmal „Altersdiabetes“ genannt wurde, anzutreffen. Die von dieser chronischen Krankheit betroffenen Menschen werden jedoch immer jünger, und somit steigt auch das Risiko für die vom Diabetes abhängigen Folgeerkrankungen. Der hohe Blutzuckergehalt fördert, durch Schäden an den großen und kleinen Blutgefäßen, die Entwicklung eine Reihe weiterer Erkrankungen. Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Schäden an den Augen, Nieren, Nerven und Füßen sind die Folgenschwersten von ihnen. Verursacht wird der Typ 2-Diabetes insbesondere durch Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel, Zigarettenrauchen und höheres Lebensalter. Leidet ein Elternteil oder gar beide an Diabetes, erhöht sich das Erkrankungsrisiko rapide.
Dass diese Erkrankung mit unserem Lebensstil zu tun hat, belegen noch heute unter ursprünglichen Bedingungen lebende Sammler und Jäger-Kulturen, bei denen diese Erkrankung praktisch nicht vorkommt. Neben naturbelassenen Nahrungsmittel und geringerer Kalorienzufuhr, verhindert ein deutlich intensiveres Bewegungsverhalten die Entstehung der „Zuckerkrankheit“. Regelmäßige Bewegung stimuliert die Zuckeraufnahme in die Muskelzelle, wo er in den „Kraftwerken“ ( Mitochondrien) in Energie umgewandelt wird. Weiterhin wird die Zahl der Mitochondrien erhöht und somit die Energieversorgung der Muskulatur optimiert. Dieses beugt der Insulinresistenz, die der Entstehung des Typ 2-Diabetes zugrunde liegt, vor. Die zuvor beschriebenen Mechanismen gelten insbesondere für den an Diabetes erkrankten Menschen. Wer vier- bis fünfmal in der Woche 45-60 Minuten Sport treibt, kann seinen Blutzuckerspiegel vergleichbar zu einem Medikament senken. Das bedeutet, dass zu Beginn der Erkrankung eine Medikamenteneinnahme manchmal um Jahre hinausgeschoben werden kann. Auch die Notwendigkeit einer Insulintherapie im weiteren Krankheitsverlauf, kann durch mehr Bewegung verzögert werden.
Die positiven Effekte lassen sich sowohl durch Ausdauerbelastungen als auch durch Kraftbelastungen erreichen. Im Ausdauerbereich eignen sich Walking, Jogging, Bergwandern, flottes Radfahren, Schwimmen oder auch Gartenarbeit. Die Belastungsdauer sollte mindestens 150 Minuten pro Woche betragen und so intensiv sein, dass man ins Schwitzen kommt, aber nicht außer Atem ist. Die Empfehlungen für das Kraftausdauertraining lauten: Mindestens dreimal pro Woche unter Einbeziehung aller großen Muskelgruppen mit acht bis zehn Wiederholungen pro Durchgang. Das Belastungsempfinden sollte dem des Ausdauersports entsprechen. Hier eignen sich besonders die Kurse in gut geführten Fitness-Studios oder physiotherapeutischen Praxen, da die Ausführung der Übungen kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert wird. Suchen Sie sich Mitstreiter, denn gemeinsam macht es mehr Spass.
Der „ Deutsche Post-Glücksatlas 2012“ hat mit seinen Umfragen einmal mehr „Gesundheit“, „Partnerschaft“ und „Freunde“ als die wesentlichen Voraussetzungen für ein glückliches Leben herausgestellt. Für das Erreichen dieser erstrebenswerten Ziele eignet doch perfekt die regelmäßige sportliche Aktivität im Kreise von Freunden und Bekannten. Die vermeintliche Last wird so zur Lust.
Weitere Informationen finden Sie dazu auf unserer Internetseite.
Viel Spass wünscht Ihnen dabei das Netzwerk „Wettringen-selbst-bewusst“.



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